Die Fragen, die vor einem Gespräch gestellt werden — mit der Antwort im ersten Satz · Stand: August 2026
Hier stehen vierzehn Fragen, die uns Brokerinnen und Broker regelmässig stellen, samt Antwort. Wo eine Antwort auf unseren AGB, dem Impressum oder der Sicherheitsseite beruht, steht die Fundstelle dabei, damit Sie nachlesen können statt uns glauben zu müssen. Was wir nicht belegen können, steht hier nicht.
SOTHURA SAFE ist die Schweizer Software-Plattform für Versicherungsberater und -broker im Privat- wie im Firmengeschäft. Beratung, Akquise, Offertvergleich, Policenanalyse und Mandate liegen auf einer Plattform.
Dazu gehört eine VAG-konforme Beratungsdokumentation — der Nachweis, was Sie wann beraten haben. Die Datenhaltung ist auf das revDSG (das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz) ausgerichtet und findet in der Schweiz statt, in Zürich.
Auf Ihren Kundendaten wird kein Modell trainiert.
Für Schweizer Versicherungsbroker und -vermittler, die Privat- und Firmenkunden betreuen, vom Einzelmakler bis zum grösseren Team.
Ungebunden und gebunden: Beide arbeiten mit derselben Plattform. Privat- und Firmengeschäft liegen nebeneinander im selben System, statt in zwei getrennten Werkzeugen.
Kleinere Büros starten im Self-Service bis und mit zehn aktiven Plätzen. Ab elf Plätzen kommt ein individueller Rahmenvertrag dazu (AGB Ziff. 1.5).
Drei Dinge: ein System statt mehrerer Werkzeuge, eine eingebaute statt einer danebengestellten Analyse, und der Auftritt unter Ihrer eigenen Marke.
Ein System: Beratung, Akquise, Offertvergleich, Policenanalyse und Mandate liegen an einem Ort. Was in der Policenanalyse erfasst wurde, steht im Offertvergleich zur Verfügung, ohne dass es jemand ein zweites Mal eintippt.
Eingebaute Analyse: Das Auslesen einer Police ist kein Zusatzprogramm daneben, sondern Teil des Ablaufs. Der ausgelesene Wert landet dort, wo Sie ohnehin weiterarbeiten.
Eigene Marke: Logo, Farben und eigene Domain. Ihre Kundinnen und Kunden sehen durchgängig Ihr Erscheinungsbild, nicht einen anonymen Drittanbieter.
Verschlüsselt in einem Rechenzentrum in Zürich.
Gespeichert wird ausschliesslich in der Schweiz. Ohne Ausnahme.
Auch die Auswertung durch das Sprachmodell läuft in Zürich. Nur im Notfall — wenn dieser Standort ausfällt oder überlastet ist — rechnet ersatzweise ein EU-Standort. Gespeichert wird dort nichts: Die Anfrage wird verarbeitet und ist damit erledigt. Kunden-, Vertrags- und Dokumentdaten gehen nie in die USA oder andere Drittstaaten.
EU-Staaten haben aus Schweizer Sicht ein vom Bundesrat anerkanntes angemessenes Datenschutzniveau (Art. 16 revDSG). Betrieb auf nach ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifizierter Infrastruktur — zertifiziert ist die Infrastruktur, nicht unser Unternehmen.
Was im Einzelnen dazugehört — Verschlüsselung, Zugriffsrechte und die vollständige Liste der Sub-Prozessoren (Dienstleister, die für uns Teile des Betriebs übernehmen) — steht auf der Seite «Sicherheit und Datenschutz».
Nein, wenn Ort, Zugriff und Nachweisbarkeit geregelt sind. Genau diese drei Punkte sind bei SOTHURA SAFE festgelegt.
Was Sie davon haben:
Kontrolle heisst also nicht, dass ein Gerät im eigenen Büro steht, sondern dass Sie wissen, wo Ihre Daten liegen, wer sie sehen kann und was mit ihnen geschehen ist. Wo sie liegen, steht in der Antwort darüber.
Nein. Weder wir noch die Anbieter der eingesetzten Sprachmodelle trainieren auf Ihren Daten.
In unseren AGB (Ziff. 6.2) steht dazu wörtlich: «Die übermittelten Inhalte werden flüchtig verarbeitet und beim Anbieter der Modelle nicht gespeichert. Ein Training der eingesetzten Drittmodelle auf Kundendaten sowie eine Einsichtnahme durch deren Personal sind vertraglich ausgeschlossen.»
«Flüchtig verarbeitet» heisst: Der Inhalt wird für die Antwort benutzt und danach nicht behalten. Weil das in den AGB steht, ist es Vertragsinhalt und nicht eine Absichtserklärung.
Die Plattform liefert das Werkzeug, die aufsichtsrechtliche Pflicht bleibt bei Ihnen.
Was die Plattform liefert:
Was sie Ihnen nicht abnimmt: die Pflichten aus der Aufsicht. In unseren AGB (Ziff. 11.6) steht dazu «Diese Pflichten verbleiben vollumfänglich beim Kunden», und im Impressum (Ziff. 4) «die Aufsicht über die Nutzenden bleibt bei der FINMA bzw. bei den auf die Nutzenden anwendbaren Aufsichts- und Bildungsträgern».
Deshalb die Wortwahl: Bei revDSG, DSGVO, EU AI Act und dem FINMA-Rundschreiben 2018/3 sagen wir «ausgerichtet auf» und nicht «konform mit». Ausgerichtet ist ein Werkzeug, konform ist am Ende Ihr Betrieb als Ganzes.
Die Beratungsverantwortung bleibt beim Broker.
In unseren AGB (Ziff. 6.3) steht dazu: «Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche KI-Ausgaben vor Verwendung gegenüber Endkunden eigenständig zu prüfen, zu plausibilisieren und, soweit erforderlich, durch Primärquellen zu verifizieren.»
Damit Sie diese Verantwortung auch wahrnehmen können, ist die Plattform entsprechend gebaut: Unsichere Stellen werden gekennzeichnet und nach oben sortiert, statt als gesicherter Wert durchzugehen. Kein Wert wandert ohne Ihre Freigabe weiter, und Ihre Korrektur überschreibt den maschinellen Wert.
Eine Genauigkeitsangabe in Prozent nennen wir bewusst nicht. Sie würde je nach Dokumentqualität, Versicherer und Sparte stark schwanken und wäre damit eher Werbung als Information.
Zwei verschiedene Fristen: Zugriffs- und Änderungsprotokolle 10 Jahre, Beratungsdokumente 11 Jahre.
Die Protokolle bleiben in der Schweiz, mit 10 Jahren Aufbewahrung. Jeder Zugriff wird protokolliert, 10 Jahre unveränderbar.
Beratungsdokumente sowie Policen- und Beratungs-PDFs bleiben 11 Jahre. Der Unterschied kommt vom Fristbeginn: Das Obligationenrecht verlangt in Art. 958f zehn Jahre Aufbewahrung, und wir rechnen ein Jahr Marge dazu, weil diese Frist nicht am Tag des Dokuments zu laufen beginnt.
In Etappen: zuerst der Bestand, danach die laufenden Fälle.
Die Übernahme läuft entweder über einen Datei-Import oder über eine Schnittstelle zu Ihrem bisherigen System. Welches Feld aus dem alten System auf welches Feld bei uns geht, legen wir bei der Einführung gemeinsam fest — diese Zuordnung ist der Teil, der Sorgfalt braucht, nicht der Import selbst.
So bleibt Ihr Tagesgeschäft während des Wechsels arbeitsfähig: Der Bestand ist übernommen und geprüft, bevor der erste laufende Fall umzieht.
Der Anschluss läuft über eine Programmierschnittstelle (API), nicht über einen Umbau der Plattform auf das jeweilige Fremdsystem.
Für den Austausch mit Versicherern setzen wir den Datenstandard der Schweizer Versicherungsbranche für Vertragsdaten um: Wir geben Vertragsdaten in genau dem Format aus, das Versicherer und Branchenplattformen erwarten — Sparten und Gesellschaften bezeichnen wir dabei mit den Schlüsseln, die in der ganzen Branche gelten, nicht mit hauseigenen Namen. Was ausgetauscht wird, muss deshalb weder von Hand abgetippt noch für jedes Gegenüber neu nachgebaut werden.
Ebenso ist die Plattform auf den SAF-Standard (Standard API Framework) von ecoHub ausgerichtet, den gemeinsamen Austauschweg der Schweizer Versicherungsbranche. Datenstrukturen und Transportschicht dafür sind gebaut; über diesen Kanal fliessen heute noch keine Daten.
Jede Anbindung setzt eine Abklärung voraus: welches System, welche Daten, in welche Richtung. Das ist der Normalfall und keine Einschränkung — erst danach steht fest, was die Schnittstelle leisten muss und wer welchen Teil übernimmt. Welche Ihrer Systeme in Frage kommen, klären wir im Einführungsgespräch.
Unser Ziel sind Partnerschaften mit den Anbietern der angeschlossenen Systeme, damit sich Anbindungen standardisieren lassen, statt jede einzeln zu bauen. Daran arbeiten wir. Welche Anbindung heute schon steht, hängt vom einzelnen System ab — das sagen wir Ihnen konkret, bevor Sie sich entscheiden.
Daneben bleibt der einfache Weg offen: der Import bestehender Daten aus gängigen Dateiformaten, für Bestand und Stammdaten. Dafür braucht es keine Schnittstelle.
Ja: eigenes Logo, eigene Farben, eigene Domain.
Das gilt in jeder Ansicht, die Ihre Kundinnen und Kunden zu sehen bekommen. Sie sehen durchgängig Ihr Erscheinungsbild, nicht einen anonymen Drittanbieter. Eingerichtet wird das beim Start, zusammen mit dem Einladen des Teams und dem Import des Bestands.
Gemeint ist damit Ihr Auftritt gegenüber Ihren eigenen Endkunden. Die Plattform als eigenes Produkt an Dritte weiterzuverkaufen, ist davon nicht erfasst (AGB Ziff. 4.2).
SOTHURA SAFE kostet CHF 149.– pro Nutzer und Monat, exkl. MWST. Abgerechnet wird monatlich, pro aktivem Platz.
Wer bis zum 31. Dezember 2026 abschliesst, zahlt in den ersten sechs Monaten CHF 129.– pro Nutzer und Monat («Early Bird»). Danach gilt der reguläre Preis. Der Leistungsumfang ist in beiden Fällen derselbe.
Enthalten ist der volle Funktionsumfang: 12 der 32 Module gehören zum Basispaket, weitere Module buchen Sie dazu.
Bis und mit zehn aktiven Plätzen läuft alles im Self-Service. Für grössere Organisationen ab elf Plätzen schliesst die Anbieterin einen individuellen Rahmenvertrag ab (AGB Ziff. 1.5); dort vereinbaren wir Preise nach Absprache.
Sie schliessen einen Jahresvertrag ab: Die Laufzeit beträgt ein Jahr, abgerechnet wird monatlich pro aktivem Platz (AGB Ziff. 14.1). Gekündigt wird auf das Ende der Laufzeit, mit einer Frist von 30 Tagen und in Textform — eine E-Mail genügt (AGB Ziff. 14.3). Wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert sich der Vertrag jeweils um ein weiteres Jahr; für jede Verlängerung gelten dieselbe Frist und dieselbe Form. Wer die Frist verpasst, ist also ein weiteres Jahr gebunden. Die monatliche Rechnung ändert daran nichts: Sie verkürzt die Laufzeit nicht und begründet kein monatliches Kündigungsrecht.
Zu Ihren Daten sagen die AGB (Ziff. 5.5) wörtlich: «Der Kunde kann seine Kundendaten jederzeit in einem gängigen maschinenlesbaren Format (z. B. JSON, CSV) exportieren. Nach Vertragsbeendigung bleiben die Kundendaten während 30 Tagen zum Export bereit. Danach werden sie innert 90 Tagen gelöscht, soweit keine gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.»
Im Klartext: Sie kommen jederzeit an Ihre Daten heran, auch während der Vertragslaufzeit. Nach dem Ende bleibt ein Fenster von 30 Tagen für den Export, danach wird gelöscht — ausser bei Unterlagen, die aufbewahrt werden müssen. Welche das sind und wie lange, steht in der Antwort zur Aufbewahrung.
SOTHURA SAFE GmbH, Wassergasse 5, 4573 Lohn-Ammannsegg, Kanton Solothurn. Eingetragen im Handelsregister des Kantons Solothurn, UID CHE-429.131.582. Die Geschäftsführung liegt bei Silvio Siegenthaler und Michel Di Vito, Zeichnungsberechtigung Kollektivunterschrift zu zweien. Die vollständige Anbieterkennzeichnung steht im Impressum.